Gästebuch
Ich würde mich sehr freuen, von Ihnen zu hören. Egal, ob Sie mich unterstützen oder kritisieren möchten.
Zögern Sie nicht, melden Sie sich!
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Sehr geehrte Frau Schreiber,
Sie haben vielleicht eine falsche Vorstellung davon, was diese KV-Dienste bedeuten. Sie sitzen in erster Linie zu Zeiten, in denen keine Landtagsarbeit läuft, in Ihrem Dienstzimmer und und warten auf die Patientenanrufe, von denen pro 12-Stunden-Dienst etwa durchschnittlich 4-6 eintreffen, wobei längst nicht jeder einen Hausbesuch nach sich ziehen muss. Den Rest der Zeit haben Sie in Ihrem Dienstzimmer „frei“, können also Arbeiten erledigen – z. B. für den Landtag. Sie müssen sich halt nur den Rechner mitnehmen und sich die entsprechenden Unterlagen parat halten. Kein Problem bei entsprechender Organisation. Ich habe in dieser Zeit auch genügend Fälle, um nicht „aus der Übung“ zu kommen. Dieser KV-Dienst hat eben nichts mit dem klassischen Notarzt mit Blaulicht und Sirene zu tun. Diese Arbeit würde ich in der Tat ohne Auffrischung nicht mehr machen. Die Fälle im KV-Dienst sind aber zu 90% eher leichter Natur, häufig, kritisch betrachtet, gar keine Notfälle. Wie gesagt, die KV-Dienste mache ich am Wochenende und nachts, so dass es keine zeitliche Kollisionen mit Landtagspflichten gibt. Lediglich auf Empfängen, Abendgesellschaften etc. werden Sie mich eher selten finden. Und bevor Sie nachfragen, ich bin es seit 15 Jahren gewohnt nach einem – derzeit in aller Regel ruhigen Nachtdienst – am Morgen weiter zu arbeiten. Und eines sollten Sie nicht ausser Acht lassen, diese praktische Arbeit hält mich auch auf dem Laufenden. Sie bekommen die Auswirkungen neuer Gesetze eben nicht hautnah mit, wenn Sie nur Berichte lesen. Sie können, wie es mir schon mehrfach passierte, lautstark lamentierenden Kollegen nur dann argumentativ begegnen, wenn Sie wissen, wie sich die Realität im Moment gestaltet.
Die Diäten sind mit ca. 4.600€ brutto deutlich über dem Thüringer Durchschnittsverdienst. Brutto bedeutet aber auch, dass ich nach Steuer, Krankenversicherung und – freiwilliger – Rentenversicherung aus den Diäten netto etwa 60% dessen habe, was ich vor 12 Jahren in meiner ersten Stelle mit Vollapprobation bekam. Man muss es eben auch, ausdrücklich aber nicht ausschließlich, in dieser Relation sehen.
Was die Spenden angeht, gebe ich Ihnen Recht, es ist selbstverständlich. Für mich ist es das übrigens seit ca. 10 Jahren, seit 2002 spende ich dauerhaft 10%-15% vom Bruttolohn. Das Ob hat also nichts mit Politik zu tun.
Zu guter letzt lade ich Sie ausdrücklich ein, als „Hobby“, d. h. im Ehrenamt Politik zu machen. Kritische Geister, und als solchen erlebe ich Sie in dieser Diskussion ja durchaus, können so tatsächlich etwas bewegen. Und vielleicht macht es ja auch Spaß!
Bei knapp 5000 Euro Diät im Landtag und diversen KV-Diensten nebenher (auch im 4stelligen Bereich?) ist Spenden mehr als angebracht! Ich hoffe, Sie sind medizinisch als nicht praktizierender Arzt noch in der Lage, alle Notfälle korrekt zu behandeln. Kommt mir ein bischen wie „Hobbyarzt“ rüber, so mit „nur einem Fuß“. Das könnte ja auch mal gefährlich werden, zumindest für die Patienten. Dass Ihnen neben der Landtagsarbeit überhaupt noch Zeit bleibt für KV-Dienst finde ich auch sehr interessant. Vielleicht sollte ich auch mal nebenher Politik machen…
Sehr geehrte Frau Schreiber,
was im Leben ist schon so einfach. Ich mache diese Dienste seit 2005, also schon als Kliniksassistent. Damals war das entscheidende Argument für mich, ein anderes Patientengut, andere Fälle kennen zu lernen. Dann wechselte ich 2007 in das Gesundheitsamt in Erfurt, wo ich nicht einmal 2/3 dessen verdiente, was ich in der Klinik hatte. Das war mir damals nur möglich, weil ich die KV-Dienste in Nebentätigkeit machen konnte. Da stand also zunächst tatsächlich finanzielles Interesse im Vordergrund. Je mehr ich mich aber auf Verwaltung und auch Politik einließ, waren die KV-Dienste eine Möglichkeit, wenigstens einen Fuß in der „richtigen“ Medizin und damit im „richtigen“ Leben zu behalten. Das gab mir die Unabhängigkeit, 2009 gegen den Willen der Parteiführung für den Landtag zu kandidieren und es gab und gibt mir die Unabhängigkeit, meine Meinung auch dann zu sagen und zu vertreten, wenn ich damit alleine stehe. Ich könnte jederzeit zurück.
Selbstverständlich habe ich so auch immer die aktuellen Entwicklungen im Blick und ich bin immer in Tuchfühlung mit den Menschen meiner Stadt und meines Wahlkreises, die ich ja in der Regel zu Hause besuche. Ich kenne beispielsweise auch alle Pflegeheime mit ihren Stärken und Schwächen.
Und natürlich werden die Dienste nicht schlecht bezahlt. Sie ermöglichen mir eben z. B. auch, ein gutes Viertel meiner Diäten an gemeinnützige Zwecke zu spenden.
Sicherlich machen Sie Ihre KV-Dienste parallel zum Landtagsmandat nur, um ganz nah am gesundheitspolitischen Puls zu bleiben? Geld spielt hier sicherlich keine Rolle. Das ist löblich, Herr Doktor.
Nun, Frau Schreiber, zwei Mitglieder, mit denen ich persönlich gut zurecht komme, machen noch keine Partei und schon die Landtagsfraktion ist eher gewöhnungsbedürftig. Aber im Ernst, es ging mir um realistische Perspektiven für mein Anliegen, die Gesundheitspolitik. Und da bin ich mit meiner Meinung der FDP diametral entgegengesetzt.
Nun, Herr Hartung. Warum sind Sie dann nicht von der LINKEN zur FDP gewechselt? Da hätten Sie wirklich was bewirken können! Aber wahrscheinlich gibt es ja bei der nächsten Kommunalwahl eh nur noch neuelinke (die dann SPD, FDP und CDU aufnimmt), LINKE und weimarwerk.
Frau Schreiber, warum sollte mich das stören? Für mich ist es ein Ausdruck für die gute, ausgewogene Arbeit, die Stefan Wolf macht. Es ist doch kein Makel, wenn jemand soziale und wirtschaftliche Kompetenz vereint. Das hat er allen Mitbewerbern voraus. Und wenn Sie auf den Stadtrat anspielen, da hat sogar die CDU-Fraktion einstimmig zur Wahl von Wolf aufgerufen.
Was die allgemeinen Stadtratsverhältnisse angeht, da hat meine Fraktion, also die neue linke, keinerlei Berührungsängste. Nur für die Weimarwerker sind wir wohl kommunistische Umstürzler. Ich persönlich habe einen ausgesprochen guten Draht zu zwei der drei Liberalen und bin überzeugt, hätten mehr von deren Funktionären deren Eigenschaften, stünde die FDP besser da.
Ich gebe allerdings auch zu, dass ich den vier Restlinken im Stadtrat in mehr oder weniger tiefer Abneigung verbunden bin, was, denke ich, verständlich ist.
Herr Hartung, das klingt alles sehr löblich. So sind Sie in Weimar ja auch fein von der Partei ohne Kandidat zur selbigen mit Kandidat gewechselt. Stört es Sie nicht, dass Herr Wolf von ROTROTundGELB mitgestützt wird? Im Stadtrat sehen die Verhältnisse doch ganz anders aus…
Sehr geehrte Frau Schreiber,
die politische Verortung stimmt prinzipiell, aber ich lege Wert darauf, ein Pragmatiker zu sein. Will heißen, dass mir die Lösung eines Problems im Sinne der Betroffenen wichtiger ist, als der Wettkampf um die linkere Position oder der permanente Abgleich mit der „reinen Lehre“. Dass hat wohl mit meinem Beruf zu tun. Ein Chirurg sollte immer an Lösungen, nicht am „Recht haben“ orientiert sein.
Warum bin ich in einer Partei? Ich habe irgendwann einen Beruf kennen gelernt und ihn später ergriffen. Aber in der Zeit zwischen Berufswahl und Arbeitsbeginn hat er sich komplett gewandelt. Viele Kollegen leiden unter diesem Wandel hin zu einem kommerzialisierten „Gesundheitsgewerbe“ obwohl es ihnen finanziell besser geht als je zuvor. Ich bin nicht der Typ, immer nur zu schimpfen oder gar zu jammern. Ich will etwas verändern und das geht in diesem politischen System nur in einer der Parteien.
Nun habe ich zwei Parteien von innen gut kennen gelernt (Neues Forum zählt nicht, da war ich nur zahlendes Mitglied) und kann Ihnen versichern, mich jetzt nicht mehr verbiegen zu müssen. Ich habe kein generelles Problem, mich Mehrheiten zu beugen. Aber meine Meinung will ich vorher schon repressionsfrei sagen können. Das unterscheidet meine jetzige Situation von der vor dem Wechsel.
scheint sich zum TREND auszuweiten:
http://newsburger.de/saar-link.....50161.html
Danke für die Antwort Herr Hartung. Dann sind Sie jetzt also sozusagen in der ganz ganz linken Ecke der SPD? Warum sind Sie aber überhaupt in einer großen Partei, wenn sie mit „Denkverbote und Dogmatismus“ verständlicherweise Probleme haben?
Sehr geehrte Frau Schreiber,
in das Neue Forum bin ich in der Wendezeit mit 19 eingetreten. Ich empfand die Vision von einer besseren DDR damals als anziehend. Wie viele andere auch fand ich mich ungewollt bei den Grünen wieder – und da ich das nun gar nicht wollte, bin ich 1991/92 ausgetreten. Erst die Arbeit in meinem Beruf mit all den Verwerfungen und Fehlentwicklungen, die ich dort vorfand, haben mich wieder „politisiert“. Ich suchte mir die Partei, bei der man als „Neuer“ Kompetenz am ehesten einbringen zu können schien. Das ging aber nur so lange gut, wie ich es ehrenamtlich tat. Kurz,Denkverbote und Dogmatismus sollten Relikte der Vergangenheit sein, sind es aber nicht. Also wechselte ich. Das fiel mir nicht leicht, war im Rückblick aber eine gute Entscheidung. Und ja, das freie Mandat erlaubt diesen Wechsel. Bislang war die PDS/ Linke aber meist das Ziel, nicht die Quelle des Übertritts. Da hat sie sich auch nicht beschwert.
Herr Hartung, in Ihrem Lebenslauf steht gar nicht, dass Sie jetzt SPD-Mitglied sind. Ist es nicht etwas sprunghaft, vom neuen Forum zur Linken, zur SPD? Kann man als LAndtagsabgeordneter der Linken einfach so zur SPD wechseln und trotzdem Abgeordneter bleiben? Sozusagen mit falschem Mandat?
Ich beziehe kein Harz4. Ich bin Arbeitslos und halte mich mit Pfandflaschen Sammeln über die Runde. Von der Krankenkasse werde ich so abgerechnet, als hätte ich monatlich einen Verdienst von 1,5 Tausend Euro, was Quatsch ist!
Seit einem halben Jahr hab ich große Probleme die Beiträge noch zu bezahlen. Inzwischen bin ich 3 Monatsbeiträge im Rückstand und bekomme nun Briefe vom Zoll wo diese mit Zwangsvollstreckung drohen, wenn ich nicht sofort zahle. Da ich auch über 2 Monate Mitgliedsbeiträge im Rückstand bin, zahlt mir die Krankenkasse nur noch im absoluten Notfall eine Behandlung. Für kleinere und mittelschwere Probleme wo ich einen Arzt brauch, müsste ich alles aus eigener Tasche zahlen. Am liebsten wäre mir die Abschaffung der verdammten Pflichtversicherung für ehemals gesetzlich Krankenversicherte. Alternativ geringere Beiträge die sich an dem tatsächlichen Verdienst orientieren und nicht solche Fantasiewerte.
Mich regt es auf, dass auf mich mit Füßen getreten wird mit allerlei Gängelleien und die Politik macht sich nur Sorgen ob Asylanten welche den Krankenkassenschutz gratis bekommen, noch gut genug versorgt werden. Wenn es nach mir ginge, sollen die das selbst bezahlen wie ich! Und wenn diese 2 Monatsbeiträge im Rückstand sind, haben die wie ich eben Pech gehabt!
Der Deutsch-Türkische Sozialversicherungspakt und andere Sozialversicherungsabkommen mit dem Ausland gehören auch schon längt aufgekündigt! Wo der Harz4 Türke seine Eltern in der Türkei kostenlos mitversichern kann und die keine Praxisgebühr oder Medikamentenzuzahlung zahlen müssen. Regt mich gewaltig auf, das ich wo sowieso fast kein Geld habe, für diese noch den Krankenversicherungsschutz zahlen muss!
Und Nein, ich weigere mich Harz4 zu beziehen! Ich will unabhängig bleiben und mich nicht in die Sklaverei begeben!
Sehr geehrter Herr Hartung,
wenn Sie für Asylanten gerne eine aufwendige Zahnbehandlung wünschen, dann hindert Sie doch niemand daran die Kosten dafür zu übernehmen. Warum sollen immer die Deutschen für alle und jeden zahlen, während sie für sich selber nichts gezahlt bekommen? Reicht es nicht schon, daß die deutschen Krankenkassen für sämtliche Familienmitglieder eines in Deutschland lebenden Türken oder aus dem Gebiet von Ex-Jugoslawien stammenden in deren Heimatländern eine medizinische Vollversorgung bezahlen, während den deutschen Deppen die von der Kasse übernommenen Leistungen zusammengestrichen werden?
Leute wie Sie, die den Ausländer verhätscheln und die eigene Bevölkerung treten und verachten sind die Ursache für ein Massaker, wie wir es in Norwegen erlebt haben.
Es ist nicht die Tat eines Verrückten, sondern das Ergebnis falsch verstandener Toleranz von Politkaspern.
Falls Sie noch nicht mitbekommen haben sollten, daß es in Deutschland ganz gewaltig gärt, dann lassen Sie sich einmal den im Kanzleramt unter Verschluß gehaltenen „Atlas der Wut“ zeigen, auf dem die Brennpunkte markiert sind, wenn die Wut der Deutschen durchbricht.
Sehr geehrter Herr Dr. Hartung,
wir haben uns am 28.03.2011 im DRK Pflegeheim Ettersburg bei meinem Vater Karl Stefan kennengelernt.
Ich möchte mich ausdrücklich für Ihren Einsatz und Ihre konkreten Informationen zur Medikamentengabe an meinen Vater bedanken.
Mit Interesse habe ich von Ihrer Tätigkeit als Abeordneter der SPD im Thüringer Landtag Kenntnis genommen.
Besonders Ihre politischen Ziele unter Pkt. 2 Pflegenotstand zeigen, dass Sie ein offenes Ohr für Probleme in Pflegeeinrichtungen haben.
In der Hoffnung auf ein produktives Gespräch am 01.04.2011 verbleibe ich mit freundlichen Grüssen
Dipl.-Ing. Reinhard Stefan
Hallo Thomas,
hier tut sich ja einiges in letzter Zeit. Ganz genau seit …:-) Schön dass du endlich dazu kommst, deine Arbeit zu machen! never mind the haters!
Sehr geehrter Herr Dr. Hartung!
Der Ärztemangel in Thüringen ist durch die mangelhafte Bezahlung verständlich. Wenn Sie in Thüringen ein Jahr lang arbeiten, dann benötigen Sie in München für das selbe Einkommen nichteinmal 3 bis 6 Monate. Daher darf es niemand wundern, wenn alle Ärzte Richtung „Westdeutschland“ abwandern, wo sogar für die Kinder der Ärzte umfassende Kinderaufsicht organisiert wird.
Sehr geehrter Herr Ruschel,
auch ich bin nun seit einigen Jahren sehr intensiv in den Notfalldienst involviert und weiß recht gut, wovon ich spreche. Ich habe tatsächlich im Rahmen des Pressegesprächs darauf hingewiesen, dass die Reform für viele Kollegen bessere Arbeitsbedingungen und spätestens nach Einführung des Festgehaltes Mitte des Jahres auch mehr Geld bringen wird. Umso beachtlicher ist es ja, dass sie gegen eine Verschlechterung der Patientenversorgung protestieren und die mangelnde Mitsprache kritisieren. Ich freue mich, dass Sie lange genug darüber debattieren konnten, wie das neue System werden wird. Es liegen aber auch aus dem Gebiet Eisenberg Widersprüche gegen die Reform vor. Und wir in Weimar wurden überhaupt nicht gefragt, was wir denken. Offiziell wissen wir nur, dass es einen Sitzdienst geben und das Einsatzgebiet viel größer werden wird.
Natürlich, auch darauf wies ich im Pressegespräch hin, gibt es sicher Bereiche, in denen eine Reform nötig ist. Aber für ganz Thüringen und immer auf dieselbe Weise? Das klingt eben nicht nach Augenmaß sondern nach Rasenmäher.
Was die Versorgung der Patienten angeht, widerspreche ich Ihnen ausdrücklich. Wenn in einem Gebiet nicht mehr vier Ärzte fahren sondern nur noch einer und in einer schon bestehenden Notaufnahme von 19°°-22°° Uhr nun ein Arzt mehr sitzt, dann bekommt der verbleibende Arzt spätestens zwischen 22°° und 7°° Uhr die vierfache Arbeit. Und dieser Arzt kann nicht mehr jeden Patienten so behandeln, wie er es zuvor tat. Unbewusst bestätigen Sie dass auch: „Sicher werden die Wege für Patienten ggf länger, aber vielleicht überlegen Sie dann erst einmal ob man wegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Rückenbeschwerden die seit Tagen bestehen mitten iin der Nacht einen Hausbesuch anfordern muss.“
Nicht jeder ist mobil genug, dass ihm ein 20km Weg zuzumuten ist. Was wird aus denen, die nach 22°°Uhr (kein Praxisdienst mehr!) rufen? Sie wissen doch so gut wie ich, dass nicht der Patient überlegen wird, ob er trotzdem einen Arzt ruft, sondern der Arzt wird überlegen, ob er Nachts um 2°° Uhr die vielleicht 25-30 km hin und wieder zurück fährt, um den Husten zu behandeln. Denn das kostet ihn mindestens eine Stunde und, wie Sie schon sagten, am Morgen muss er wieder in die Praxis.
Und in dem Moment, in dem er eine Entscheidung wegen der Entfernung fällt, wird der Patient an der Peripherie des Gebietes schlechter behandelt, als im Zentrum und auch schlechter als vor der Reform. Einen Patienten, der aus Ihrer Sicht unbegründet ruft, können Sie auch jetzt schon auf den Hausarzt am nächsten Tag verweisen. Die größere Entfernung macht Ihnen nur die Entscheidung leichter. Und je öfter Sie einen Patienten aus diesen Gründen „abwimmeln“ – Sie werden vielleicht gar nicht umhin kommen – umso größer ist die Gefahr der Fehldiagnose am Telefon. Nicht jeder Husten ist eine Bronchitis und Rückenschmerzen können auch mal ein Infarkt sein.
Rund Hundert Thüringer Ärzte, von denen ich weiß, teilen diese Meinung, die liegen alle falsch?
Sehr geehrter Herr Dr. Hartung,
mit Interesse habe ich den Beitrag über Ihre Meinung zur Neuordnung des kassenärztlichen Notfalldienstes in der OTZ vom 02.02.2010 gelesen. Als Ehemann einer Allgemeinmedizinerin die seit 25 Jahren am Notdienst teilnimmt, finde ich Ihre Darstellung der Situation sehr einseitig und inhaltlich nicht korrekt. Sicher werden die Wege für Patienten ggf länger, aber vielleicht überlegen Sie dann erst einmal ob man wegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit oder Rückenbeschwerden die seit Tagen bestehen mitten iin der Nacht einen Hausbesuch anfordern muss. Da ich meistens erlebt habe, welche Anforderungen gestellt wurden (oft als „ehrenamtlicher“ Fahrer meiner Frau) sollte man vielleicht eher an der Stelle der Patientenaufklärung über einen Notfall ansetzen und diese nicht durch schwachsinnige Panikmache wie zuletzt bei der Schweinegrippe und sogenannte Aufklärung in diversen Medien förmlich dazu zu animieren nach einer Krankheit zu suchen. Abgesehen von den Kosten die dadurch verursacht werden. Weiterhin sollte man die Frequenz der Dienste für die Ärzte in den kleineren Versorungsgebieten berücksichtigen, wie es die jetzige Reform der Gebiete realisiert. Denn der Arzt muß nach einem Nachtdienst am Morgen wieder in der Sprechstunde tätig sein und da fragt keiner ob er die ganze Nacht unterwegs war. Ich begrüße diese Reform:
1.Jeder Patient wird im Notfall ordnungsgemäß versorgt
2.Sie zwingt den Patienten zum stärkeren Nachdenken
3.Im Fall meiner Frau sinkt die Frequenz der Dienste
4.Die Dienste werden profesioneller abgewickelt mit einem Innendienst für die leichteren Fälle und einem Außendienst mit Fahrer für die schweren Fälle und für die extremen Fälle gibt es immer noch den Notdienst.
Im Übrigen stimmt es nicht, dass die Ärzte nicht mit einbezogen wurden. Im Gebiet meiner Frau (Hermsdorf/Eisenberg) wurde die Reform und die Organisation über 6 Monate breit diskutiert. Es gibt sicher ein für und wider wie bei jeder Reform, das sollte aber auch sachlich dargestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Ruschel
Schöne Rede im Landtag zum Nichtraucherschutz. Muss gestehen, habe dabei Kuchen gegessen und er blieb mir nicht im Halse stecken.
ist das einsam hier haaaaaaaaaaaaaaaalllooooooo…
@Ostpartei-Anne: Es gibt innerdeutsch gewiß noch Ost/West-Unterschiede und Probleme (teilweise inzwischen überlagert von gravierenderen Nord/Süd-Differenzen), aber mit der ressentimenthaften, dumpfen Kultivierung von Ossi/Wessi-“Rassismus“ kommen wir nicht weiter. Wenn wir schon kaum „richtige Ausländer“ in Neufünfland haben, dann wenigstens auf die „Fremden“ aus dem „Westen“ stürzen!? Was ist eigentlich ein Westberliner – Wessi, in Abwandlung Grönemeiers, „tief im O-ooo-steeen“ oder Ossi…!?
Könnte es sein, dass Sie und Ihre Mitstreiter herausgefunden haben: die LINKE ist ebensowenig Lobby der Ostdeutschen wie alle anderen im Osten sitzenden Westparteien?
Dann aber los!
Hallo Dr. Hartung. Nochmals Glückwunsch. Aber ich hoffe, die Politik nimmt Sie nich zu sehr in anspruch und Sie bleiben uns als Arzt erhalten. Lieben Gruß und weiterhin viel Erfolg.
Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Direktmandats !
Prima Auftritt; wir würden dich wählen, können aber leider nicht, weil wir in Meck-Pom wohnen.
Viel Erfolg bei der Landtagswahl
reizendes video, thomas! prima gesprochen, pierre!