Hartung kritisiert Vorschlag der Landesrektorenkonferenz zur Hochschulfinanzierung

Als „in der Realität völlig untauglichen Vorschlag“ hat heute Dr. Thomas Hartung, hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die Idee des Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz, Prof. Dr. Karl Beucke, zurückgewiesen, den Landeshochschuletat künftig auf 5 Prozent des Thüringer Gesamthaushalts festzuschreiben.

von Georg  Grünewald

„Der Weimarer Uni-Rektor hat dabei offenbar übersehen, dass der Landeshaushalt bis 2020 deutlich schrumpfen wird“, erläutert der Hochschulpolitiker. Entsprechend derzeitiger Prognosen werde der Gesamtetat des Freistaats am Ende des Jahrzehnts bei nur noch rund 7,5 Milliarden Euro liegen. „Nach Herrn Prof. Dr. Beuckes Rechnung würden den Hochschulen davon dann nur noch 375 Millionen Euro zur Verfügung stehen, das sind rund 60 Millionen Euro weniger, als das Land derzeit zur Finanzierung der Hochschulen und für den Hochschulbau aufwendet“, sagt Dr. Hartung. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine derartige Mittelreduzierung tatsächlich im Interesse der Hochschulen ist.“

Der Abgeordnete fordert die Thüringer Hochschulleitungen deshalb auf, zu einem sachlichen Dialog über die Hochschulfinanzierung ab 2016 zurückzukehren. „Die Hochschulen haben dabei in der SPD-Fraktion einen starken Partner. Gemeinsam mit dem Bildungsministerium haben wir dafür Sorge getragen, dass die Hochschulförderung in den Jahren 2012-2015 im Vergleich zur vorangegangenen Förderperiode um 121 Millionen Euro ansteigt“, erinnert Dr. Hartung. Das sei ein Plus von 10 Prozent. „Auch für die Zeit ab 2016 will die SPD-Fraktion, dass die Hochschulen auskömmlich finanziert sind und dass die Thüringer Hochschullandschaft als Ganzes weiter an Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit gewinnt“, betont der Hochschulpolitiker.

(Aus einer Presseerklärung der SPD-Landtagsfraktion vom 6. Februar)

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