Umfassende Information statt Sommerlochtheater

Der Weimarer Landtagsabgeordnete Thomas Hartung kritisiert die Informationspolitik im Zusammenhang mit Thüringer Kliniken und der Notfallversorgung: „Statt große Teile der Bevölkerung durch gezielte Teil- und Desinformation zunehmend zu verunsichern, ist es höchste Zeit, den politischen Entscheidungsträgern aller Fraktionen die entsprechenden Informationen, Gutachten und Pläne zur Kenntnis zu geben.“

Hier würden Probleme öffentlich diskutiert, die der Bürger nicht wirklich nachvollziehen könne, so der Abgeordnete, der auch als Bereitschaftsarzt praktiziert, weiter. „Offenbar sollen nach dem Motto ‚Gewinner ist, wer es schafft, dem Bürger die größte Angst einzujagen‘ Stimmungen geschaffen werden, die dann politische Diskussionen beeinflussen oder gar den Entscheidungen der zuständigen Gremien vorgreifen, meint Hartung und fordert: „Schluss mit dieser Schaufensterdebatte!“

Es habe in den letzten zwanzig Jahren in Thüringen keinen Fall gegeben, in dem die Notfallversorgung zusammengebrochen wäre. „Alle, die sich derzeit an dieser öffentlichen Diskussion beteiligen, tragen aber mit Verantwortung, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Ein öffentlicher Schlagabtausch in den Medien wird die sachliche Debatte, der wir uns gemeinsam stellen müssen, nicht erleichtern“, warnt Dr. Hartung abschließend.

Quelle: http://www.die-linke-thl.de/presse/pm2010/pm20100802a.html


PRESSEMITTEILUNG Keine Ferien für den Abgeordneten: MdL Hartung lädt zur Bürgersprechstunde

PRESSEMITTEILUNG

Weimar, d. 21. Juli 2010

Keine Ferien für den Abgeordneten: MdL Hartung lädt zur Bürgersprechstunde

Mitten in der Urlaubszeit keine Ferien für MdL Hartung: Der Weimarer
Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Hartung hat auch für den kommenden Montag
(26. Juli) zur wöchentlichen Bürgersprechstunde eingeladen. Sie findet
statt zwischen 13:00 und 15:00 Uhr in seinem Wahlkreisbüro in der
Jakobstraße 22. Anmeldungen sind wie immer erwünscht, aber keine
Voraussetzung: mail@thomas-hartung.info.

Pierre C. Deason-Tomory
Wahlkreisbüro Dr. Thomas Hartung MdL


Individuelle Freiheit contra Gesundheit per Zwang: Thüringer Landtag hat Nichtraucherschutzgesetz beschlossen

Individuelle Freiheit contra Gesundheit per Zwang: Thüringer Landtag hat Nichtraucherschutzgesetz beschlossen

Der Thüringer Landtag hat in der vergangenen Woche ein Nichtraucherschutz-Gesetz beschlossen. Es tritt an die Stelle des zweieinhalb Jahre alten Anti-Raucher-Gesetzes der alten Landesregierung, das in seinen wesentlichen Bestimmungen vom Bundesverfassungsgericht kassiert worden war. Die Neufassung, durchgesetzt von der Regierungsmehrheit, legalisiert im wesentlichen die zuletzt geübte Praxis: „Es ist für die einen so lästig wie für alle Anderen zwecklos“, sagt der Weimarer Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Hartung, selbst nichtrauchender Arzt. Hier die Mitschrift seiner Rede vom 17. Juni im Thüringer Landtag:
Download Mitschrift 17. Juni (PDF.)


Thüringer Ärzte sagen flächendeckenden Ärztemangel schon ab 2014 voraus – Gesundheitsexperte Dr. Hartung fordert Sofortprogramm

Schon ab dem Jahr 2014 droht in allen Landkreisen in Thüringen ein Ärztemangel. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Kassenärztlichen Vereinigung Thüringens haben am Mittwoch Studien vorgelegt, nach denen eine Unterversorgung der ländlichen Gebiete früher eintreten wird als bisher vorhergesagt. Bislang waren die Ärzte-Organisationen davon ausgegangen, dass eine flächendeckende Unterversorgung erst ab 2020 eintreten würde.

Um dieses bedrohliche Szenario zu verhindern, muss die Landesregierung ein Sofort-Programm auflegen – fordert der Gesundheitsexperte und Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Hartung. Es müsse wesentlich schneller eine Strategie entwickelt werden, um den Mangel kurzfristig zu begegnen als im Stiftungsmodell der Landesregierung vorgesehen. Hartung verweist auf die Forderung der Kassenärztlichen Vereinigung nach einer raschen Reaktion der Politik. Die Landesregierung müsse hier, so Hartung, neue Wege gehen und alle möglichen Ressourcen wie Krankenhäuser und Gesundheitsämter einbeziehen. Sonst sei die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf dem Land schon bald gefährdet.

Um das deutsche Gesundheitssystem langfristig zu sichern, braucht es nach Ansicht des Weimarer Landtagsabgeordneten einen Systemwechsel. Er forderte am Donnerstag wiederum eine Abkehr von der Fiktion einer gewinnträchtigen „Gesundheitsindustrie“ mit einem „Gesundheitsmarkt“. Nur wenn es der Politik gelingt, die Ärzte aus dem Korsett zu befreien, in das sie als bürokratisch kontrollierte Dienstleister gezwängt werden, wird der Beruf seine alte Attraktivität zurück gewinnen. Hartung fürchtet, dass die geplante Kopfpauschale die wirtschaftlichen Zwänge der Ärzte sogar noch verstärken wird. Der Zwang für die Patienten, Leistungen über die Minimalversorgung hinaus selbst finanziell abzusichern, führt die Menschen in die Zwei-Klassen-Medizin und bringt die Ärzte in ein wirtschaftliches, bürokratischen und ethisches Dilemma.

Die Pressemitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zum Thema können sie hier herunterladen: *.doc*.pdf


PRESSEMITTEILUNG: Nach Warnung der Kassenärztlichen Vereinigung über Ärztemangel in Thüringen: MdL Dr. Thomas Hartung fordert Entkommerzialisierung des Arztberufs

Nach Warnung der Kassenärztlichen Vereinigung über Ärztemangel in Thüringen: Der Weimarer Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Hartung fordert Entkommerzialisierung des Arztberufs

Der Weimarer Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Hartung hat am Wochenende die Warnungen der Kassenärztlichen Vereinigung über einen Ärztemangel in Thüringen bestätigt. Die KV hatte am Freitag auf die Ergebnisse einer Studie verwiesen, die besagen, dass der Ärztemangel in Thüringen flächendeckend wächst. Betroffen seien davon nach Angaben der Landesvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung, Regina Feldmann, nicht mehr nur die ländlichen Regionen. Derzeit könne nur jede dritte bis vierte freiwerdende Arztstelle im Land nachbesetzt werden.

Dieses Problem, so Hartung, werde man mit kosmetischen Korrekturen nicht lösen können. „Wir brauchen in der Gesundheitspolitik einen Systemwechsel: Weg von der Ware Gesundheit, wieder hin zu einer Beschäftigung mit den Menschen.“ Hartung hält drei grundlegende Schritte im bundesdeutschen Gesundheitssystem für nötig, damit in Deutschland wieder in ausreichender Zahl junge Menschen Arzt werden wollen.

Erstens müssten die Ärzte in die Situation versetzt werden, dass sie wieder ihre Zeit mit der Beschäftigung mit dem Menschen verbringen könnten und nicht mit einer überbordenden Bürokratie. Zweitens sollte der Arzt künftig frei sein von wirtschaftlicher Unsicherheit, die ihn vor den immer neuen Gesundheitsreformen der Bundesregierung zittern lässt. Und drittens sollte der Arzt, der früher als ein begehrter Helfer angesehen wurde, nicht von Politik und Öffentlichkeit als teurer Kostenverursacher abgestempelt werden.

Derzeit arbeiteten, so Hartung, rund 40% der in Deutschland ausgebildeten Mediziner nach dem Studium nicht als Ärzte oder aber im Ausland. Um das zu ändern brauche das Land eine grundlegende Gesundheitsreform, die von einer Abkehr von der Kommerzialisierung ausgeht. „Gesundheit als Ware, hergestellt vom Dienstleister Arzt, darf nicht das Zukunftsbild sein.“


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