Vor eineinhalb Jahren habe ich etwas getan, was mir sehr schwer gefallen ist: ich bin von der Linkspartei in die SPD gewechselt. Was ist seither passiert?
Von Dr. Thomas Hartung
Ich war 2009 von den Weimarern in den Landtag gewählt worden, als Direktkandidat der Partei »Die Linke«, aber gegen den Willen der Parteiführung. Doch bei der Wahl setzten sich die Weimarer Bürger gegen die Erfurter Parteifunktionäre durch. Weshalb wollte ich in den Landtag? Seitdem ich als Arzt arbeite, muss ich Erfahrungen sammeln, die mir klar gemacht haben, dass sich in unserem Gesundheitswesen vieles ändern muss.
Wir brauchen gute Konzepte, die im wirklichen Leben mit richtigen Menschen funktionieren. Und diese Konzepte müssen solidarisch und gerecht sein. Das wollte ich erreichen, deshalb bin ich 2001 Mitglied der PDS geworden. Nach acht Jahren ehrenamtlicher Arbeit haben mich die Mitglieder der Linkspartei 2009 zum Weimarer Direktkandidaten für den Landtag gewählt, gegen den Widerstand der Parteifunktionäre, für die ich nicht genug »Stallgeruch« versprühte. (weiterlesen …)
SPD-Politiker Thomas Hartung widerspricht FDP-Fraktion
von Stefan Schimming
Mit Verwunderung hat der Weimarer SPD-Abgeordnete Dr. Thomas Hartung eine gestrige Mitteilung der FDP-Fraktion zur Kenntnis genommen, in der die FDP-Fraktion die Errichtung eines Gedenkortes für US-Soldaten anregt. „Ihr Engagement in dieser Sache ehrt die FDP-Kollegen Barth und Untermann.
Auch ich bin der Meinung, dass in Thüringen der Befreier, in unserem Falle der US-Soldaten, gedacht werden sollte“, so Hartung. „Jedoch beweist der Vorschlag der FDP-Fraktion leider auch, dass sich die Kollegen in Thüringen offenbar schlecht auskennen“, so der Abgeordnete weiter. In Weimar sei bereits am 12. April 2005, zum 60. Jahrestag des Kriegsendes, an der Kreuzung Fuldaer Straße/Schwanseestraße ein Denkmal für die amerikanischen Soldaten eingeweiht worden. Hartung: „Ich lade Herrn Barth und Herrn Untermann nach Weimar ein, damit sie sich in unserer schönen Stadt umschauen können. Bei dieser Gelegenheit zeige ich ihnen auch gern das Denkmal für die US-Soldaten.“
(Aus einer Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 9. Mai 2012)
SPD-Gesundheitsexperte Dr. Thomas Hartung und Seniorenpolitische Sprecherin Dagmar Künast widersprechen dem Bundesgesundheitsminister: Das Alter von Patienten darf kein Kriterium für die Verweigerung von Operationen werden
von Stefan Schimming
„Der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr ist ungeeignet und gefährlich. Wir dürfen nicht zulassen, dass Prothesen für ältere Menschen rationiert werden“, sagt Dagmar Künast, die seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag. Sie reagiert damit auf einen Artikel in der Bildzeitung von heute, in der Pläne von Bahr zur Verringerung der Operationszahlen beschrieben werden, die vor allem die Reduzierung von so genannten Endoprothesen-Operationen zum Ziel haben.
„Wenn wir bei den Endoprothesen, wie etwa künstlichen Hüften, sparen, dann treffen wir vor allem alte Menschen, da diese oftmals auf ein künstliches Gelenk angewiesen sind, um noch selbstständig leben zu können. Seniorinnen und Senioren würden durch ein solches Vorgehen schlicht diskriminiert“, so die Abgeordnete.
Dr. Thomas Hartung, der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, fügt hinzu: „Das Sparen bei Endoprothesen würde außerdem zu höheren Pflegekosten führen. Denn häufig ist es älteren Menschen nur durch ein künstliches Gelenk möglich, ihr Leben noch so zu gestalten, dass sie keiner Altenpflege bedürfen. Und wir wollen doch, dass Menschen möglichst lang ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen können.“
Hartung räumt jedoch ein, dass die Operationszahlen in Deutschland gerade im Bereich der Endoprothesen zu hoch seien. „Nicht immer ist eine veranlasste Operation auch tatsächlich medizinisch notwendig“, so Hartung, der selbst Chirurg ist. Das Alter allein dürfe jedoch kein Kriterium für die Nichtdurchführung einer Operation sein. Hartung schlägt stattdessen eine Überprüfung der Vergütung für Operationen vor, um falsche Anreize auszuschließen. Nach Hartungs Worten sollte zudem ein Katalog entwickelt werden, in dem klare Voraussetzungen festgeschrieben werden, die eine Operation notwendig machen und an dem sich Ärzte und Krankenkassen orientieren können.
(Aus einer Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion vom 3. Mai 2012)
von Dr. Thomas Hartung
Irgendwelche Nazis haben auch in diesem Jahr für den 1. Mai eine Demonstration in Weimar angemeldet.
Ausgerechnet in dieser Stadt und ausgerechnet an dem Tag, an dem sich traditionell Zehntausende mit ihren Familien vergnügen wollen, auf der DGB-Feier auf dem Marktplatz, dem Flohmarkt auf dem Goetheplatz und beim Seifenkistenrennen. Aber wie im letzten Jahr werden wir uns den Tag von den Nazis nicht versauen lassen und wieder: die Maifeier besuchen, über den Flohmarkt laufen und die Seifenkisten anfeuern. Und wieder werden wir uns diesen Kaspern sprichwörtlich WIDER-SETZEN: Die Nazis werden bekommen, was sie von uns erwarten. Widerstand!
(pd) Eine Hautärztin in Eisenberg arbeitet mehr als die Kassenärztliche Vereinigung erlaubt, nun wird geprüft, ob sie dafür bestraft wird. Der Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Hartung, selbst praktizierender Arzt, versteht die Welt nicht mehr. „Man kann doch einen Arzt nicht bestrafen, weil er für die Patienten da ist.“ Gerade, wo alle Welt über drohenden Ärztemangel klage, zumal in einem ländlichen Raum wie Eisenberg.
Die Hintergründe hier in einem Artikel der „Ärzte-Zeitung“ vom 21. März:
http://www.aerztezeitung.de/news/article/808462/aerztin-arbeitet-polizei-erlaubt.html